Biomarker in der Diagnostik von ADHS
Replik an Brandeis, Keller, Walitza und Jenni
2019-08-27

Antworten und Gedanken

Replik auf eine Stellungnahme der schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

In verschiedenen Zeitschriften wurde eine Stellungnahme von Brandeis, Huber, Walitza und Jenni publiziert, welche den Einsatz von Biomarkern bei der Diagnostik von ADHS in Frage stellt. Allerdings wird in dem Beitrag nicht klar, worauf die Autoren hinaus wollen, endet doch die Stellungnahme im Fazit: „Es existieren nach wie vor keine zuverlässigen biomedizinischen Verfahren für die Diagnostik und Therapiebeurteilung beim individuellen Patienten mit ADHS. Darum kann ADHS nicht mit einem Biomarker diagnostiziert oder die Therapie damit ausgewählt werden. ADHS bleibt daher eine klinische Diagnose.“ Der Elefant hat eine Maus geboren! Es ehrt uns natürlich, dass die Opinionleader der Pädiater- und Kinder- und Jugendpsychiatrie-Szene in der Schweiz sich dazu aufgerufen fühlen, sich in Bezug auf die Diagnostik von ADHS Sorgen machen zu müssen. Mit der folgenden Replik möchten wir die Protagonisten zu einer Diagnostik-Diskussion einladen, welche bisher von diesen nicht wirklich gesucht wurde, obwohl das Thema seit ungefähr 10 Jahren auf dem Tisch liegt (seit der Publikation ADHS-Neurodiagnostik in der Praxis, Springer-Verlag 2011). Ebenfalls bedeutsam ist, dass die Autoren allesamt selber seit Jahrzehnten auf der Suche nach eben diesen Biomarkern sind. Lesen Sie den ganzen Text hier