Gleiche Diagnose, ganz unterschiedliche Gehirne: Am 8. Oktober 2026, 16–18 Uhr, zeigt Andreas Müller im Logosynthese Institut Schweiz in Bad Ragaz, wie die Hirnfunktionsanalyse ADHS im Spektrum der Neurodiversität verständlich macht und wie daraus eine personalisierte Behandlung wird.
Vortrag von Dr. phil. Andreas Müller
Donnerstag, 8. Oktober 2026, 16-18 Uhr
Logosynthese Institut Schweiz, Bahnhofstrasse 38, Bad Ragaz
Zwei Menschen mit derselben ADHS-Diagnose können sehr Verschiedenes erleben. Die eine wirkt dauernd unter Strom. Der andere driftet ab, sobald es ruhig wird. Hinzu kommen fliessende Übergänge zu Autismus, Hochsensibilität, Angst oder Traumafolgen. Die Diagnose allein sagt deshalb wenig darüber, was im Einzelfall wirklich hilft.

Der Vortrag verortet ADHS im Spektrum der Neurodiversität und zeigt, wie die Hirnfunktionsanalyse den Blick schärft. Drei Messperspektiven machen sichtbar, wie ein Gehirn Informationen verarbeitet: Frequenzspektren, ereigniskorrelierte Potenziale und Microstates. Drei Zustandsgrössen bestimmen, unter welchen Bedingungen es arbeitet: Arousal, Vigilanz und Sensitivität.
Von der Messung zur personalisierten Fachbehandlung
Aus diesem Gesamtbild entsteht keine Standardempfehlung, sondern ein individueller Behandlungsplan. Wer eine instabile Vigilanz zeigt, braucht etwas anderes als jemand mit dauerhaft erhöhtem Arousal oder ausgeprägter Reizempfindlichkeit. Das betrifft die Wahl und Dosierung einer Medikation ebenso wie die Ausrichtung von Psychotherapie, Neurofeedback, Elternarbeit oder Coaching. Die Behandlung wird regelmässig überprüft. Verlaufsmessungen im Alltag und eine Wiederholung der Hirnfunktionsanalyse nach rund einem Jahr zeigen, ob sie greift, und erlauben gezielte Anpassungen. So orientiert sich die Behandlung am einzelnen Menschen und nicht an der Diagnose allein.

Für Fachpersonen aus Psychotherapie, Beratung und Coaching sowie für alle, die ADHS besser verstehen möchten.
Anmeldung: Warenkorb – Logosynthese DB
