Der 15. Biomarker Workshop in Folge: Donnerstag, 10. Dezember 2026, 9.00–17.00 Uhr, Paulus Akademie Zürich — vor Ort und hybrid.

ADHS, Autismus und PTBS werden als getrennte Diagnosen geführt. Klinisch und neurobiologisch überlappen sie sich jedoch erheblich. Der Workshop 2026 prüft die These, dass unter den Diagnosen zwei Dimensionen liegen: Sensitivität — wie viel ein Nervensystem von seiner Umwelt aufnimmt und verstärkt — und Stress — was diese Aufnahme das System kostet.

Alle drei Störungsbilder zeigen eine erhöhte sensorische Reaktivität, aber drei verschiedene Stressprofile: hypoaktiv, überreaktiv, sensibilisiert-entkoppelt. Wer das Profil kennt, interveniert anders. Genau darum geht es an diesem Tag.

Keynote

Tony Attwood und Michelle Garnett zeigen in ihrer Keynote die verborgenen Erscheinungsformen von Autismus, ADHS und Trauma — jene Bilder, die durch die Raster fallen, weil sie den Stereotypen nicht entsprechen.

Der Bogen des Tages

Das Programm führt in sieben Stationen von der Sensitivität als Temperament über die Stressphysiologie und die Marker der Hirnfunktionsanalyse (Arousal, Vigilanz, ERP, Entropie) bis zu Trauma, Coaching und den drei Behandlungslogiken.

Programm

9.00Begrüssung: Zwei Dimensionen unter den Diagnosen
9.15Andreas Müller — Sensitivität als Temperament: Sensory Processing Sensitivity, Genetik, Bildgebung — Trait oder Störung?
10.00Tony Attwood / Michelle Garnett — Hidden Presentations: Autismus, ADHS und Trauma jenseits der Stereotype
11.00Kurze Pause
11.15Lessa Schippers (Gruppe Prof. Corina Greven) — ADHD, autism and sensitivity through a neurodiversity lens: their strengths, struggles and surprising connections
12.00Mittagspause
13.15Andrea Viertler — Das Gehirn bleibt in Bewegung. Entwicklungsstörung neu gedacht: Sensitivität und Stress als Motor der Veränderung
13.45Diego Spörri — ADHS, Autismus und Trauma in der Kinderarztpraxis
14.15Pause
14.45Elena Retica — Von der Diagnose zum Selbstverständnis: Sensitivität, Stress und Selbstregulation bei ADHS und Autismus
15.15Fabian Bazzana — Trauma als Sensitivitäts- und Stressproblematik: Ergebnisse der Turiner Studie
16.00Bettina Henkel — Drei Geschichten, mehrperspektivische Behandlungslogik
16.40Synthese und Diskussion
17.00Schluss

Referierende

  • Prof. Tony Attwood und Michelle Garnett, Australien (Video)
  • Andrea Viertler, Dr. med., Kinder- und Jugendpsychiatrie, eigene Praxis, Berlin
  • Lessa Schippers, Forschungsgruppe Prof. Corina Greven, Nijmegen
  • Bettina Henkel, Dr. med., Erwachsenenpsychiatrie, BrainARC Chur
  • Elena Retica, Betroffene, Mutter und ADHS/ASS-Coach
  • Diego Spörri, Dr. med., Kinderarzt, Lausanne
  • Fabian Bazzana, Projektleiter der PTBS-Studie der Universität Turin, Psychologe
  • Andreas Müller, Dr. phil., CEO GTSG, Einführung ins Thema

Organisation und Anmeldung

DatumDonnerstag, 10. Dezember 2026, 9.00–17.00 Uhr
OrtPaulus Akademie, Pfingstweidstrasse 28, 8005 Zürich
Durchführungvor Ort und hybrid
KostenCHF 100.— pro Teilnehmerin oder Teilnehmer
Plätze80 im Raum (nach Eingang der Anmeldungen), unbegrenzt per Video
Credits7
SpracheDeutsch; die Beiträge von Tony Attwood, Michelle Garnett und Lessa Schippers auf Englisch
ZielgruppePsychiaterinnen und Psychiater, Neurologie, Pädiatrie, Psychotherapie, Psychologie, Betroffene, Eltern
AnmeldungAnmeldeformular · GTSG, Schulstrasse 1, 7302 Landquart · Telefon 081 322 2828

Jetzt anmelden →

Mit Unterstützung von Neurim Pharmaceuticals (Goldsponsor), Salmon Pharma (MEDICE), Lundbeck und HBImed.