«Genauer hinschauen – gezielter helfen»: Unter diesem Motto blickt die Gehirn- und Trauma-Stiftung Graubünden auf das Jahr 2025 zurück – ein Jahr der Vertiefung und Differenzierung. In der sozialen Integration führte Job-Coach Angelica Tuor das Programm «La Cumpogna» mit grossem persönlichem Engagement weiter und öffnete Menschen mit besonderen Bedürfnissen den Weg in den ersten Arbeitsmarkt. Die Zusammenarbeit mit der Schule Landquart ermöglichte durch den Einsatz von Zivildienstleistenden eine intensive Begleitung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen im Schulalltag – eine Form der Inklusion, die wirkt.
In der Forschung vollzog die Stiftung einen wichtigen konzeptuellen Schritt: von der Breite der Einzelbefunde zur Verdichtung in einem klar definierten diagnostischen Rahmen, in dem Vigilanz und Arousal als zentrale Dimensionen erscheinen. Die Publikation von Gian Candrian, Ilia Pershin, Maryam Rostami, Manuela Ackeret und Andreas Müller im «International Journal of Psychophysiology» beschreibt erstmals distinkte Vigilanz-Trajektorien bei Kindern mit und ohne ADHS; eine weitere Arbeit zur Genderabhängigkeit von Pausen steht kurz vor der Veröffentlichung. Vier Forschungsarbeiten aus dem Jahr 2025 – zu Neurofeedback, zur neurophysiologischen Differenzierung von ADHS und Depression, zur Sensitivität und zur Vigilanz im Arbeitsalltag – werden im Bericht ausführlich vorgestellt. Das familienunterstützende Projekt FOKUSS startete in seine Hauptphase, und der Biomarker-Workshop vom 11. Dezember 2025 in Zürich erreichte mit 300 Teilnehmenden einen neuen Höhepunkt. Der Jahresbericht 2025 zeigt eindrücklich, wie die Stiftung neurobiologische Präzision, ganzheitliches Verstehen und menschliche Nähe zusammenführt.
Blättern Sie hier durch den vollständigen Jahresbericht 2025:
Alle bisherigen Jahresberichte der Gehirn- und Trauma-Stiftung Graubünden finden Sie auf der Seite Jahresberichte. Der Bericht 2025 steht dort auch als PDF zum Download bereit.
